Stützfundamente und Mauerwerk an der Nordseite verputzt

Die im letzten Bericht zum Vorschein gekommenen Stützfundamente wurden zwischenzeitlich verputzt und zur Abdichtung vor Wasser mit einem wasserabweisenden Verputz und einem Bitumenanstrich versehen. Nach bestem Wissen und Gewissen müsste das Feuchtigkeitsproblem für die Zukunft gelöst sein. Sehr aufwändig gestaltete sich vor allem das Verputzen der Stützfundamente. Nachdem der Blitzschutz und die Drainage eingelegt war, konnte auch dieser Bereich wieder verfüllt werden.

Bild: Konservierung der Fundamente und der Stützfundament mittels Bitumenanstrich

Wie bereits an der Nordseite, wo die vermutliche Bodenplatte des alten Turmes der Kirche vor 1885 gefunden wurde, stießen die Archäologen auf weitere alte Mauerreste an der Ostseite, in dem Bereich wo das Epitaph der Sophie von Cotta steht. Vermutlich handelt es sich um die äußere Begrenzungsmauer der Vorgängerkirche wie sie auf dem Bild im Chor der Kirche zu sehen ist.

 

            Begrenzungsmauer der Vorgängerkirche

Bild: links Vorgängerkirche                    Bild: vermutlich Begrenzungsmauer

Durch die von den Archäologen vorgenommene Dokumentierung der Mauerreste, konnten die Arbeiten an der Außenanlage weitergeführt werden.

Im südlichen Bereich sind die Arbeite schon weit vorangeschritten. So konnte der neue barrierefreie Zugang zum Pfarrhaus schon mit Einzeilersteinen eingegrenzt werden. Auch die neue Treppe zum Pfarrhaus wurde zwischenzeitlich gesetzt. In den nächsten Tagen sollen hier bereits die Pflastersteine verlegt werden.

Bild: neue Treppe und Wegführung zum Pfarrhaus

Grabarbeiten an der Nordseite brachten Überraschungen

Seit dem letzten Bericht über unsere Baumaßnahme an der Kirche hat sich einiges getan. So konnten an der Nordseite die Fundamente freigelegt werden. Gleich kam es zu einer großen Überraschung. Wie sich herausstellte waren in den 70er Jahren Rissbildungen an der Nordseite der Kirche sichtbar, so dass befürchtet wurde, dass die Grundmauern in diesem Bereich instabil werden und zu größeren Schäden führen könnten. Lt. Raimund Drißner wurde damals entschieden, die vorhandenen Fundamente durch Stützfundamente zu sichern. Dies geschah durch das anbringen von drei großen Betonblöcken in den Abmessungen 3 x 3 m, siehe Bild.

Stützfundamente zur Sicherung der Kirchenfundamente an der Nordseite

Aber nicht nur die Stützfundamente brachten eine Überraschung, auch die Grabungsarbeiten des Archäologen zeigten, die Überreste der alten Kirche vor 1885. So wurde eine große Bodenplatte freigelegt, die vermutlich zum Turm der alten Kirche gehörte. Bei der Freilegung war wieder Fingerspitzengefühl des Baggerfahrers gefragt. Zentimeter um Zentimeter musste dieser die Bodenplatte freilegen. Weitere Mauerreste kamen zum Vorschein, deren Funktion der Archäologe noch ermitteln muss. Wir sind gespannt auf seinen Abschlussbericht.

 

Bodenplatte des alten Turmes mit Mauerresten

Die Freilegung der Regenwasserrohre brachte zwar keine Überraschung, aber die Erkenntnis, dass das Wurzelwerk von Birken und Eibe so einiges anstellen können. Diese waren in die Rohre gewachsen und hatten diese total verstopft.

 

 Wurzelwerk von Birke und Eibe

Fundamentabdichtung an der Südseite fertig gestellt.

Wie an dieser Stelle erwähnt ist die Südseite der Fundamente peinlichst genau verputzt worden. Nun konnten diese mit einem wasserabweisenden Bitumenanstrich versehen werden. In den letzten Wochen wurde der neue Blitzschutz ebenfalls an dieser Seite erneuert, soll doch unser Gotteshaus vor Blitz, Hagel und Ungewitter verschont bleiben. Die Verlegung der Edelstahlleiter wurde in das äußere Erdreich verlegt, um möglichst geringe Durchgangswiderstände zum Erdreich zu haben. 


Blitzableiter mit Drainagerohre

Nun konnte an den Fundamenten eine Trennfolie angebracht werden, um so den Schutz vor der später aufzuschüttenden Kiesfüllung zu gewährleisten. Danach wurde die Drainage möglichst nahe an der Fundamentkante verlegt, um nur das an der Mauer auftretende Wasser abzuführen. Gleichzeitig wurden die Regenableitrohre des Daches an die neuen Abflussrohre angeschlossen und in einem neuen Sammelschacht nahe der Kirchenmauer gesammelt. Dieser Schacht war notwendig, da das alte Kanalsystem eingestürzt und zugewachsen war. Für die Bauarbeiter war es beinahe Routine den Durchstich unter Mauer zu graben und die Rohre für das Regenwasser an das örtliche Kanalnetz anzuschließen.

Kanaldurchstich unter der Mauer

Jetzt konnten die Regenwasserrohre und die Drainage mit feinem Schottergestein zugedeckt werden, ehe die Zwischenräume wieder mit dem ursprünglich Aushub angedeckt und verdichtet wurden. Knochenarbeit war für die Arbeiter angesagt, um mit einem Stampfer das Erdreich zu verdichten. Es durften keine Rüttelplatten oder sonstige vibrierende Maschinen verwendet werden, um am Mauerwerk keine Schäden zu erhalten. Jetzt sind nur noch die orangene Spülschächte sichtbar. Dies ist inzwischen Vorschrift, um jederzeit die Drainage zu kontrollieren und bei Verstopfung zu spülen.

 

Fundamente wieder angedeckt, orangene Spülschächte sichtbar
07/2019

Bauarbeiten gehen weiter

Die Freilegung der Fundamente für den Bauabschnitt an der Südseite sind abgeschlossen. Der Bagger hat vorerst seinen Dienst getan. Das alte Fundament der Treppe zum Seiteneingang wurde abgetragen und durch ein wesentlich größeres Fundament ersetzt. Der barrierefreie Zugang, mit einer Breite von ca. 1,20 m, benötigt einen anderen Untergrund.  Mit Schalensteinen wurde der äußere Kranz gefertigt und mit Beton ausgegossen. Anschließend wurde eine Decke eingezogen und betoniert.


Beton-Schalensteine bilden den äußeren Kranz des Fundaments


Parallel waren Mitarbeiter der Fa. Jauch beschäftigt, den Untergrund für den Spezialputz herzustellen. Mechanisch wurden die Putzreste und die Osmoseanlage entfernt. Diese Osmoseanlage aus den 70er -Jahren, sollte das Aufsteigen des Wassers unterbinden, was eigentlich nie funktioniert hat. Diese Osmose bestand aus einem Kunststoff-Gewebe, welches die ganze Kirche umspannte. Mit einem Schlaghammer wurde Stück für Stück entfernt und die Fugen der Fundamente gereinigt. Zu guter Letzt wurde mit einem Hochdruckreiniger die Wände der Grundmauern gereinigt, so dass eine möglichst hohe Haftung des Spezialputzes gewährleistet ist.


Mit Hochdruckreiniger gesäuberte Grundmauer

Bauarbeiten für die Drainage haben begonnen.

Pünktlich zum Schlecht-Wetterbeginn haben die Grabarbeiten am Fundament unserer Kirche begonnen. Mit dem Versetzten des Epitaphs der Sophie von Cotta konnte der ungehinderte Zugang zu den Fundamenten im östlichen Bereich der Kirche geschaffen werden. Für den Abbau des Epitaphs musste ein aufwändiges Gerüst mit Stahlträgern aufgebaut werden, an dem das 3 t schwere Standbild vom Sockel gehoben wurde. Ein Kran oder Bagger konnte aufgrund der beengten Platzverhältnisse nicht gestellt werden. Mittels Flaschenzugs und Rollen konnte es an den Randbereich des Rundweges gelegt werden, um es nach Beendigung der Baumaßnahmen wieder an gleicher Stelle aufzustellen.

 
Mittels Flaschenzug und Fahrschienen wurde das Epitaph versetzt

Fundamentsanierung:
Beginnend am östlichen Teil der Kirche (am ehemaligen Standplatz des Epitaphs) wurden die Fundamente auf eine Tiefe von ca. 1m freigelegt.  Beeindruckend, wie 1885 das Fundament der Kirche, Stein für Stein aufgebaut wurde. Hierfür wurden lt. Chronik, Steine vom Plettenberg und Abbruchsteine der alten Kirche, verwendet. Die Aufschichtung der Steine wurde so fachmännisch vorgenommen, dass selbst das Denkmalamt Interesse daran zeigt und eine Fachfirma für die archäologische Baubegleitung vorschrieb, deren Kosten von ca. 3000,- € die Kirchengemeinde tragen muss.
Im Laufe dieser Woche sollen die Grabarbeiten an der Südseite abgeschlossen sein, so dass der Gipser die Fundament Schicht für Schicht verputzen kann. Erst im Anschluss daran werden die Fundamente an der Nordseite freigelegt.

 
Viel Fingerspitzengefühl musste der Baggerfahrer an den Tag legen als er die Grundmauern der Kirche freilegte

Was folgt nach Erneuerung der Drainage und Fundamentabdichtung

 

Im letzten Mitteilungsblatt informierten wir Sie über die anstehenden Grabungsarbeiten für Drainage und Fundamentabdichtung. Hierfür wird die ganze Kirche zwischen 1m und 1,50m freigegraben. Wenn der Spezialmörtel der Fundamentabdichtung getrocknet hat und Drainagerohre und Abwasser verlegt sind, wird der ganze Zwischenraum wieder verfüllt. Der nächste Bauabschnitt wird dann die Sanierung der Außenanlage sein.

Für diese Baumaßnahme haben wir das Büro Landschaftsarchitektur Siegmund aus Schörzingen beauftragt die Ideensammlung des Kirchengemeinderates in eine Vorplanung umzusetzen. Da die Wege und Treppenanlage in einem sehr schlechten Zustand sind, war die Überlegung zur Sanierung der gesamten Außenanlage. Mit dem geplanten behindertengerechten Zugang zu Kirche und Pfarrhaus kann wieder ein schönes einheitliches Bild der Außenanlage geschaffen werden. Bereits in der Pfarrchronik von 1886 ist über die damals neue Kirche zu lesen: „Das Gebäude präsentiert sich am schönsten, wenn man von Balingen her den Ort betritt. Hoch auf dem Hügel gelegen, auf welchen ca. 40 Stufen führen, bietet es einen Anblick voll monumentalen Ernstes und doch zugleich lebendiger Abwechslung. “Dass der Blick zur Kirche in den letzten Jahren, vielleicht Jahrzehnten immer mehr von Wildwuchs wie Büsche bis zur Baumgröße überwuchert wurde, war letztendlich ebenfalls ein Grund den Kirchberg zu sanieren.

Wie auf diesem Bild von 1994 zu sehen ist, waren ursprünglich nur 2 Bäume links und rechts des Kreuzes gepflanzt.

Damit die exponierte Lage der Kirche auf dem Hügel wieder deutlich zu erkennen ist, sollen Bäume und Sträucher stark reduziert werden. Auch ist es ein Bestreben des Kirchengemeinderates, in dem von Bischof Gebhard Fürst ausgerufenen Prozess: Kiamo (Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten) die Kirche im Ort zu öffnen und möglichst mit der „Kirche“ zu den Veranstaltungen zu gehen (siehe Gottesdienst im Festzelt beim 100-jährigen Jubiläum des SVD), aber auch Veranstaltungen um das Kirchengebäude zu fördern und durchzuführen.

Dazu gehört, dass das Kirchengebäude weithin sichtbar ist und dessen Umgebung auch ansprechend wirkt. Die Verbindung zwischen Kirche und St. Anna-Stift erfolgt über eine für Besucher nur schwer zu findende, schmale Treppe. Diese Situation soll durch den Bau einer neuen breiteren Treppe verbessert werden. Die Vegetation soll in diesem Bereich ebenfalls zurückgenommen werden, so dass das Gebäude St. Anna-Stift in das Ensemble Kirche – Pfarrhaus integriert ist. Die vorhandenen Wege um die Kirche haben deutliche Schäden und sollen in diesem Zuge erneuert werden. Am Haupteingang zur Kirche sollen die Platzflächen links und rechts etwas vergrößert werden um mehr Platz für Gespräche nach Gottesdiensten, Hochzeiten usw. zu schaffen. Durch einen neu angelegten Weg im Süden wird ein barrierefreier Zugang zum Pfarrbüro ermöglicht. Der Eingang zum Pfarrhaus soll gestalterisch aufgewertet werden. Wie dies alles aussehen könnte zeigt nachstehender Vorentwurf.

Vorentwurf: Neugestaltung Außenanlage

Aber auch im Bereich zwischen Seiteneingang und Treppe zur Sakristei soll eine Platzfläche für Stehempfänge an Hochzeiten, Firmung und dergleichen entstehen. In östlicher Richtung dort wo das Epitaph der Marie Sophie Freifrau von Cotta steht, soll ein Aussichtsplatz mit Sitzbank entstehen. Die Vorplanungen der Außenanlage wurden bis April 2018 abgeschlossen. Die Planung wie auch die Kostenaschätzung wurden bei einem Ortstermin im April 2018 mit dem zuständigen Architekten Schneider vom BO und H. Stroppel vom Verwaltungszentrum und den Architekten erörtert. Herr Schneider lobte die Planung als gelungene Maßnahme, auch sei dies ein stimmiges Konzept von Kirche, Kirchenwiese und Anbindung Gemeindehaus (St. Anna-Stift). Die neue Gestaltung sei ein Zugewinn für die Kirchengemeinde, ja für den ganzen Ort. Das Ganze hat nur einen Haken, die hierfür geschätzten Kosten von 512.000 €. Diese Summe kann und wird Rottenburg nicht bezuschussen auch das Verwaltungszentrum signalisierte dass die Kirchengemeinde diese Summe nicht finanzieren kann, zumal die Maßnahme „Drainage, Fundamentabdichtung“ mit 224.000 € ebenfalls finanziert werden muss. Auch konnte niemand einschätzen wie die Spendenbereitschaft in der Gemeinde ist, oder welche Zuschüsse von irgendwelchen Institutionen zu erwarten sind.

Nach langem hin und her einigte man sich für die Beantragung von Zuschussmitteln bei der Diözese Rottenburg, auf eine reduzierte Maßnahme der Außenanlage. Das Planungsbüro Siegmund erhielt daraufhin den Auftrag, eine Entwurfsplanung für den südlichen Bereich der Außenanlage mit behindertengerechten Zugang zur Kirche und Pfarrhaus auszuarbeiten. Die reduzierte Planung wurde im Mai 2018 mit einer Kostenschätzung von 274.300 € zur Bezuschussung an die Diözese übergeben.


Entwurfsplanung für den Bezuschussungsantrag bei der Diözese (umrahmte Fläche)

Der Kirchengemeinderat ist über die reduzierte Entwurfsplanung nicht gerade in Jubelstimmung, sieht jedoch auch die Höhe der Kosten. Gerne hätten wir das stimmige Konzept der Vorplanung umgesetzt und die Erneuerung des restlichen Wegbereiches, die Anbindung des St. Anna-Stiftes durch eine Treppe und die Einebnung der Kirchenwiese vorangetrieben. Wir suchen nach Lösungen dies ebenfalls zu verwirklichen. Sei es durch Eigenleistung, Mithilfe von Bürgern, Spenden und Zuschüsse.

Kurz vor Weihnachten 2018 erhielten wir die Benachrichtigung, dass unsere, reduzierte Maßnahme mit 498.300 € von Rottenburg genehmigt wurde. Genehmigt heißt aber nicht bezahlt. Der Zuschuss der Diözese beträgt 217.000 € zwar eine stolze Summe, aber gleichzeitig wurde uns auferlegt 50.000 € an Schulden aufzunehmen und die fehlenden Gelder von 20.000 € durch Spenden auszugleichen.

Liebe Mitchristen, ihr seht, uns steht noch viel bevor.

Lothar Ritter
2. Vorsitzender

 

 

Große Aufgaben erwartet die Katholische Kirchengemeinde in nächster Zeit

Bereits seit Jahren beschäftigt sich der Kirchengemeinderat mit den Feuchtigkeitsproblemen unserer Kirche St. Martinus. Obwohl die Kirche auf einem Hügel liegt, dringt an vielen Stellen immer Feuchtigkeit in das Mauerwerk ein. Große Putz- und Mauerschäden sind die Folge.

Bild 1: Putz- und Mauerschäden im Eingangsbereich

Ausblühungen der Kalksteinplatten im Bodenbereicht vor den Kirchenbänken, bereiteten große Sorgen. Bereits 2012 fand hierzu der erste Ortstermin mit Architekt Klink und den Vertretern des Denkmalamtes und der Diözese statt. Immer wieder kam zur Sprache wie ist die Beschaffenheit der Drainage. In den darauf folgenden Jahren nahmen die Ausblühungen im Sockelbereich des Inneren weiter zu.

Als dann im Kirchengemeinderat Überlegungen angestellt wurden, einen behindertengerechten Zugang für Kirche und Pfarrhaus zu schaffen, wurde mit dem inzwischen zuständigen Architekten Ralf Schneider vom BO Kontakt aufgenommen. Beim Erörterungstermin im August 2017 wurde der gewünschte Behindertengerechte Zugang vorgestellt. Ferner wurden auch die Feuchtigkeitsprobleme besprochen.

Herr Schneider verwies auf die Notwendigkeit zuerst die Drainage zu erneuern, bevor weitere Maßnahmen vorgenommen werden. Architekt Klink sprach in diesem Zusammenhang auch die aus den 80er Jahren stammende Osmoseanlage an, die nicht mehr funktionsfähig sei.

Nach langem hin und her einigte man sich auf die Untersuchung der Fundamente und der Drainage.

An vier Stellen um die Kirche wurden im November 2017 Probeschürfungen durchgeführt. Hier zeigte sich dass hauptsächlich am Turm und auf der Nordseite unter dem Fundament reichlich Wasser austrat, welches trotz mehrmaligem Abpumpen immer wieder zum Vorschein kam.

Bild 3: Probeschürfung am Turm

Die freigelegten Fundamente samt der nicht wirksamen Drainage wurden dann in einem weiteren Ortstermin von Prof. Dr. Schad und den bereits eingebundenen Architekten begutachtet. Prof. Schad gab daraufhin eine Empfehlung wie eine funktionierende Drainage ausgebildet sein soll. Mitarbeiter von Breinlinger Ingenieure aus Tuttlingen wurden beauftragt die Standsicherheit der Kirche durch Grabungen der Drainage zu beurteilen, um so Tiefe der Drainage und Ausführung dieser zu bestimmen.

Aufgrund der großen Wassereinbrüche wie zuvor beschrieben, wurden auch die ganzen Regenwasserleitungen mit einer Kamera untersucht und gespült bzw. freigefräst. Hier zeigte sich dass die Bepflanzung mit Birken vor Jahrzehnten ein Fehler war, denn die Regenleitungen bestehen aus Betonrohre ohne Muffensystem, so dass die Birkenwurzeln sich durch die Übergänge bohrten und die Rohre größtenteils verschlossen. An manchen Stellen waren die Kanäle ganz oder teilweise eingestürzt, so dass mit Bohrer und Kamera kein durchkommen war.

Dies wiederum veranlassten Architekt Klink und Kirchengemeinderat die Erneuerung der Regenabflussrohre ebenfalls ins Auge zu fassen und beauftragten diesen, die Kosten hierfür zu ermitteln.

Die Kosten wurden für die Antragstellung eines Zuschusses beim bischöflichen Ordinariat ermittelt und betragen für neue Drainage, Abdichtung der Fundamente und behindertengerechter Zugang: 224.000,- €

Bemerkung: Gar mancher Kirchengemeinderat erschrak als er diese Summe hörte, zumal diese Summe nicht alles ist. Denn Grabungen rund um die Kirche verursachen auch, dass die Außenanlage in Mitleidenschaft gezogen wird. Über diese Maßnahme mehr im nächsten Mitteilungsblatt.

Lothar Ritter  2. Vorsitzender