Die Verputzarbeiten an den Fundamenten sind nahezu abgeschlossen

Nach dem aufwändigen Reinigen der Fundamente, konnte nach ein paar Trocknungstagen, die Grundierung der Fugen und Steine erfolgen. Im Bild noch gut sichtbar, wie die Fundamente Stein auf Stein im Jahr 1885 aufgeschichtet wurden.

Grundierung der Fundamente

Und immer wieder die gleiche Prozedur: Warten bis der Putz trocken ist. Gerne hätte man ein schnelleres Vorankommen der Baustelle, aber schon bei der Planung wurde immer gesagt, dass die verschiedenen Putzschichten trocken sein müssen, bevor die nächste Schicht aufgetragen wird. Hier wird seitens des Architekten Klink peinlich genau darauf geschaut, dass die verschiedenen Lagen des Putzes auch trocken sind. Als grobe Faustformel gilt: Je Millimeter aufgebrachter Putz, einen Tag Trocknungszeit.

Doch vergangenen Montag war es so weit. Der flächig aufzutragende Putz konnte angebracht werden. Die Fundamentsteine sind nicht mehr sichtbar und warten nach einer Trocknungsphase auf die letzte wasserabweisende Deckschicht.

Fundamentsteine sind nun großflächig verputzt

Bauarbeiten gehen weiter

Die Freilegung der Fundamente für den Bauabschnitt an der Südseite sind abgeschlossen. Der Bagger hat vorerst seinen Dienst getan. Das alte Fundament der Treppe zum Seiteneingang wurde abgetragen und durch ein wesentlich größeres Fundament ersetzt. Der barrierefreie Zugang, mit einer Breite von ca. 1,20 m, benötigt einen anderen Untergrund.  Mit Schalensteinen wurde der äußere Kranz gefertigt und mit Beton ausgegossen. Anschließend wurde eine Decke eingezogen und betoniert.


Beton-Schalensteine bilden den äußeren Kranz des Fundaments


Parallel waren Mitarbeiter der Fa. Jauch beschäftigt, den Untergrund für den Spezialputz herzustellen. Mechanisch wurden die Putzreste und die Osmoseanlage entfernt. Diese Osmoseanlage aus den 70er -Jahren, sollte das Aufsteigen des Wassers unterbinden, was eigentlich nie funktioniert hat. Diese Osmose bestand aus einem Kunststoff-Gewebe, welches die ganze Kirche umspannte. Mit einem Schlaghammer wurde Stück für Stück entfernt und die Fugen der Fundamente gereinigt. Zu guter Letzt wurde mit einem Hochdruckreiniger die Wände der Grundmauern gereinigt, so dass eine möglichst hohe Haftung des Spezialputzes gewährleistet ist.


Mit Hochdruckreiniger gesäuberte Grundmauer

Bauarbeiten für die Drainage haben begonnen.

Pünktlich zum Schlecht-Wetterbeginn haben die Grabarbeiten am Fundament unserer Kirche begonnen. Mit dem Versetzten des Epitaphs der Sophie von Cotta konnte der ungehinderte Zugang zu den Fundamenten im östlichen Bereich der Kirche geschaffen werden. Für den Abbau des Epitaphs musste ein aufwändiges Gerüst mit Stahlträgern aufgebaut werden, an dem das 3 t schwere Standbild vom Sockel gehoben wurde. Ein Kran oder Bagger konnte aufgrund der beengten Platzverhältnisse nicht gestellt werden. Mittels Flaschenzugs und Rollen konnte es an den Randbereich des Rundweges gelegt werden, um es nach Beendigung der Baumaßnahmen wieder an gleicher Stelle aufzustellen.

 
Mittels Flaschenzug und Fahrschienen wurde das Epitaph versetzt

Fundamentsanierung:
Beginnend am östlichen Teil der Kirche (am ehemaligen Standplatz des Epitaphs) wurden die Fundamente auf eine Tiefe von ca. 1m freigelegt.  Beeindruckend, wie 1885 das Fundament der Kirche, Stein für Stein aufgebaut wurde. Hierfür wurden lt. Chronik, Steine vom Plettenberg und Abbruchsteine der alten Kirche, verwendet. Die Aufschichtung der Steine wurde so fachmännisch vorgenommen, dass selbst das Denkmalamt Interesse daran zeigt und eine Fachfirma für die archäologische Baubegleitung vorschrieb, deren Kosten von ca. 3000,- € die Kirchengemeinde tragen muss.
Im Laufe dieser Woche sollen die Grabarbeiten an der Südseite abgeschlossen sein, so dass der Gipser die Fundament Schicht für Schicht verputzen kann. Erst im Anschluss daran werden die Fundamente an der Nordseite freigelegt.

 
Viel Fingerspitzengefühl musste der Baggerfahrer an den Tag legen als er die Grundmauern der Kirche freilegte

Baumaßnahmen

Große Aufgaben erwartet die Katholische Kirchengemeinde in nächster Zeit


 Bereits seit Jahren beschäftigt sich der 
 Kirchengemeinderat mit den
 Feuchtigkeitsproblemen unserer Kirche
 St. Martinus. Obwohl die Kirche auf einem
 Hügel liegt, dringt an vielen Stellen immer
 Feuchtigkeit in das Mauerwerk ein. Große
 Putz- und Mauerschäden sind die Folge.


 

 Bild 1: Putz- und Mauerschäden im 
 Eingangsbereich


 

 

 

 

 

Bild 2: Ausblühungen der Kalksteinplatten

 

Ausblühungen der Kalksteinplatten im

Bodenbereicht vor den Kirchenbänken, bereiteten große Sorgen. In den darauf folgenden Jahren nahmen die Ausblühungen im Sockelbereich des Inneren weiter zu.

 

 

 

 

 

 

Im Kirchengemeinderat wurden auch Überlegungen angestellt,einen behindertengerechten Zugang für Kirche und Pfarrhaus zu schaffen.

 

Die aus den 80er Jahren stammende Osmoseanlage ist nicht mehr funktionsfähig.

An vier Stellen um die Kirche wurden im November 2017 Probeschürfungen durchgeführt. Hier zeigte sich dass hauptsächlich am Turm und auf der Nordseite unter dem Fundament reichlich Wasser austrat, welches trotz mehrmaligem Abpumpen immer wieder zum Vorschein kam.



Bild 3: Probeschürfung (3) am Turm


Aufgrund der großen Wassereinbrüche wurden die ganzen Regenwasserleitungen mit einer Kamera untersucht und gespült bzw. freigefräst. Hier zeigte sich dass die Bepflanzung mit Birken vor Jahrzehnten ein Fehler war, denn die Regenleitungen bestehen aus Betonrohre ohne Muffensystem, so dass die Birkenwurzeln sich durch die Übergänge bohrten und die Rohre größtenteils verschlossen.

Dies wiederum bedeutet, dass die Regenabflussrohre ebenfalls werden müssen.


Die Kosten für neue Drainage, Abdichtung der Fundamente und behindertengerechter Zugang: 224.000,- €


Bemerkung: Diese Summe ist aber nicht alles - denn Grabungen rund um die Kirche verursachen auch, dass die Außenanlage in Mitleidenschaft gezogen wird. .


Lothar Ritter
2. Vorsitzender